Mietpilger, Leihpilger, Auftragspilger, Ersatzpilger...

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Geführte Wandertouren durch Spanien

3-wöchige geführte, organisierte Wandertouren für höchstens 5 Teilnehmer.

Zwei mal jährlich, April/Mai und September/Oktober

Geführte Touren

"Wenn jemand wegen schwerer Krankheit oder im Bewusstsein seines nahen Endes nicht mehr in der Lage war, sein Wallfahrtsgelübde zu erfüllen, erlaubte ihm das alte fränkische Recht die Beauftragung eines bezahlten Ersatzpilgers. (...)

Nach eben diesem Stellvertreter-Prinzip schickten manche Städte bei Epidemien oder in Streitfällen eine Pilgerabordnung zu den großen Wallfahrtsstätten."

(aus: "Der Jakobsweg", von Ulrich Wegner)

Pilger, Pilgerwege und Pilgerziele gibt es in allen Religionen.

Nicht nur im Christentum pilgern die Menschen zu den großen

Pilgerzielen, wie: Jerusalem, Santiago de Compostela oder Rom.

Der Islam kennt die Pilgerpflicht nach Mekka, in Japan kennen die Zen-Buddhisten das Pilgern ebenso, wie die Hindus in Indien.

Und in den heutigen Zeiten gibt es ausserdem ja auch noch die Pilgerziele der etwas anderen Art: Das Grab von Elvis, zum Beispiel.

Beweggründe, sich auf den Weg zu machen - offizielle Zahlen für 2009

Einer repräsentativen Umfrage zufolge, die das "Instituto de Estudios Turísticos de Galicia" unter 814 Pilgern durchführte, war in 2009 lediglich ein Drittel der Befragten aus religiösen Gründen auf dem Camino de Santiago unterwegs.
Ausserdem gaben 50% an, sich aus spirituellen Gründen auf den Weg gemacht zu haben.
Ein Drittel nannte Finisterre als Ziel der Reise -und nicht das Grab des Apostels Jakobus d.Ä.
Diese Zahlen decken sich weitgehend mit den Erhebungen des "Oficina del Peregrino" in Santiago d.C., welches die "Compostelas" ausstellt. Diese kirchliche Organisation spricht von rund 40% religiös motivierten Pilgern.
(50732 von 125141 Pilgern in 2009)

Ein Viertel der Befragten gab demnach an, dass der Hauptgrund für die Pilgerreise das Kennenlernen des historischen und künstlerischen Erbes am Camino gewesen sei.
Ein Fünftel sprach von sportlicher Motivation und jeder 17. ging den Weg aus Zeitvertreib oder zum Vergnügen.

Als die "Compostela" im Jahre 1970 eingeführt wurde, waren es gerade einmal 68 Pilger, die sich dieses Dokument ausstellen ließen.
Im darauf folgenden Jahr (einem "Heiligen Jahr") waren es bereits 491 Pilger - seitdem stieg die Zahl der "Compostelas" Jahr für Jahr stetig an.

Quelle: www.mundicamino.com

 

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